Dr. Burkhard Brunn, Frankfurt/M, ist Eigentümer des Nachlasses der deutschen Konzeptkünstlerin Charlotte Posenenske (1930–1985), mit der er 17 Jahre zusammengelebt hat. Der Nachlass wird – nach seinem Ableben – von der Berliner Galerie Mehdi Chouakri betreut. Brunn’s Zusammenarbeit mit dieser seiner Hauptgalerie ist eng. In der vereinbarten Arbeitsteilung betreibt die Galerie das operative Geschäft, d.h. Lagerung, Verwaltung, Transport, Messen und Verkauf. Brunn überwacht die Reproduktion der nachgelassenen Objekte (die entsprechend dem Konzept der Künstlerin auch nach ihrem Tode reproduziert werden können), schreibt über die Arbeiten der Künstlerin und besorgt meistens, aber nicht immer, die Inszenierung der Arbeiten in Galerien und Museen – im Besonderen den Entwurf der Installationen. Wenn er nicht vor Ort kuratiert, schickt er Modelle der Installationen, die er vorschlägt. Dem in einem sogenannten Manifest formulierten Konzept der Künstlerin folgend, das die Partizipation von Kuratoren, Sammlern und sogar des Publikums ausdrücklich vorsieht, überlässt Brunn in einigen Fällen den Entwurf der Installationen den Kuratoren/Kuratorinnen der ausstellenden Institutionen, die er dann lediglich berät.

Burkhard Brunn also works as a publicist from time to time. Small essays have appeared mainly in the taz and the Frankfurter Rundschau. He has written a series of funny stories for the Frankfurt scene magazine "Rogue" and the Frankfurt homeless newspaper "Lobby", the main character of which is the famous comic type Scrooge Duck, the richest duck in the world. On the occasion of the revival of the German main train stations he wrote a book together with the city planner Diedrich Praeckel from the office Albert Speer entitled "Der Hauptbahnhof wird Stadttor" (1992, Verlag anabas). Burkhard Brunn published a paperback with an epilogue by Ullsteinverlag entitled "Giacomo Casanova, mein Leben" (1997).